• Footprints auf dem Klostergelände © Hanns Joosten
  • Historische Ansicht von Lorsch
  • Königshalle mit Besuchern © Stadt Lorsch
  • Auszug aus dem Lorscher Evangeliar
  • Klosterhügel
  • Auszug aus dem Lorscher Evangeliar (Evangelist Johannes),  © Bibliotheca Apostolica Vaticana (2014)
  • Wegachsen im Welterbe Areal Kloster Lorsch © Hanns Joosten
  • Museumszentrum MUZ Lorsch
  • Auszug aus dem Lorscher Evangeliar
  • Freilichtlabor Lauresham mit Besuchern
  • Kräutergarten © Stadt Lorsch
  • Architekturbezug im Welterbe Areal Kloster Lorsch © Hanns Joosten
  • Auszug aus dem Lorscher Evangeliar (Evangelist Johannes), © Bibliotheca Apostolica Vaticana (2014)
  • Klosterhügel Lorsch
  • Auszug aus dem Lorscher Evangeliar
  • Klosterhügel Lorsch
  • Auszug aus dem Lorscher Evangeliar
  • Detail im Museumszentrum MUZ Lorsch

Das Welterbe Areal Kloster Lorsch

Genau 1250 Jahre nach der Klostergründung wurde das Welterbe Areal Kloster Lorsch nach dreijähriger Umbauzeit 2014 neu eröffnet. Damit wurde die Anschaulichkeit und Erlebbarkeit der gesamten Anlage entscheidend gesteigert. Erstmals ist nun die frühe Klostergründung Altenmünster (UNESCO Welterbe) mit der wenige Kilometer davon entfernt liegenden ehemaligen Reichsabtei Karls des Großen mit der weltberühmten Lorscher Königshalle landschaftsarchitektonisch miteinander verbunden.


Im Mittelpunkt steht der erhabene Klosterhügel mit Königshalle, Kirchenfragment, Klostermauer und einem neu angelegten Kräutergarten. Eine kontemplative, minimalistische Landschaftsarchitektur vermittelt eindrucksvoll das baugeschichtliche Ausmaß der Anlage. Hinzu kommt ein „Wissensspeicher“ in der ehemaligen Zehntscheune, der bedeutende Funde über ein „Archäologisches Schaudepot“ auf besondere Weise zugänglich macht (ab Sommer 2015). Im gegenüber gelegenen Museumszentrum wird die geistesgeschichtliche Bedeutung des Ortes begreifbar. In dem neu errichteten vier Hektar großen Karolingischen Freilichtlabor Lauresham, ein nach wissenschaftlichen Vorgaben konzipierter frühmittelalterlicher Herrenhof mit zahlreichen Gebäuden und Nutztieren, wird das Thema der Grundherrschaft im Frühmittelalter lebendig und anschaulich präsentiert, was einzigartig in Europa ist.

Übersichtsplan des Welterbe Areals
Ansicht des Klosterhügels mit Mauer

Klosterhügel (UNESCO-Welterbe)

Auf einer eiszeitlichen Flugsanddüne errichtete man schon wenige Jahre nach Gründung der Abtei 764 eine neue Klosteranlage. Der gesamte Hügel wurde von der vielgliedrigen Klosteranlage genutzt. Neben den drei verbliebenen Gebäuden und baulichen Überresten – Königshalle, Basilikafragment und Klostermauer – deuten heute landschaftsarchitektonische Ergänzungen das Ausmaß der ursprünglichen Anlage an.

Hinweis zum Klosterhügel

Bis zum Einbruch der Dunkelheit können unsere Gäste an allen Tagen im Jahr das Gelände auf eigene Faust, und ohne dass Eintritt fällig würde, erkunden.

Königshalle vor der Umgestaltung

Königshalle (UNESCO-Welterbe)

Der architektonische Höhepunkt des UNESCO-Welterbes: Die pittoreske Königshalle mit der weltberühmten bunten Sandsteinfassade zählt zu den wenigen gut erhaltenen Gebäuden aus karolingischer Zeit. Obwohl ihr Zweck bis heute ungeklärt, ist ihre Bedeutung unbestritten. Das Obergeschoss (nur mit Führung zugänglich) zeigt teilweise sehr gut erhaltene Wandmalereien aus verschiedenen Jahrhunderten.

Museumszentrum MUZ
Museumszentrum MUZ

Museumszentrum MUZ

Das Museumszentrum hat zwei Abteilungen. Ein Teilbereich widmet sich der geistesgeschichtlichen Bedeutung der Lorscher Abtei. Hier werden Details und Hintergründe zum klösterlichen Skriptorium und der Bibliothek erläutert, die als eine der bedeutendsten ihrer Zeit galt. Beide spielten für die Bildungsreform Karls des Großen eine wichtige Rolle. Außerdem beherbergt das Haus das größte Tabakmuseum Deutschlands. In Lorsch wurde mehr als 300 Jahre Tabak angebaut und verarbeitet. Die Ausstellung ermittelt die wirtschaftliche, soziale, aber auch kulturhistorische Bedeutung und gibt damit ein Beispiel deutscher Industrialisierungsgeschichte.

Freilichtlabor Lauresham
Freilichtlabor Lauresham

Karolingisches Freilichtlabor Lauresham

Wie kann man sich das Leben der einfachen Leute und Gutsherrenfamilien zu Zeiten Karls des Großen vorstellen? Lauresham wurde auf der Grundlage archäologischer Erkenntnisse einem karolingischen Herrenhof nachempfunden. Im täglichen Betrieb wird in den Bereichen Ackerbau, Viehzucht und Handwerk geforscht. Es werden alte Getreidesorten angebaut, mit alten Tierrassen gearbeitet und die Werkzeuge der Zeit genutzt. Bei einem Rundgang erfährt man Interessantes zum Thema Grundherrschaft zur Zeit der Karolinger.

HINWEIS FÜR HUNDEBESITZER:

Hunde dürfen mit Rücksicht auf die in Lauresham lebenden Nutztiere leider nicht mitgebracht werden.

Grundmauern des Klosters Altenmünster

Kloster Altenmünster (UNESCO Welterbe)

Hier war die ursprüngliche Klosteranlage, die 764 erstmals urkundliche erwähnt ist. Aus Platzgründen wurde der Standort schon bald aufgegeben und eine größere Abtei auf dem benachbarten Klosterhügel errichtet. Eine landschaftsarchitektonische Gestaltung lässt die ehemalige Anlage erahnen.

Zehntscheune, © Marcus Leinweber, 2014

Schaudepot Zehntscheune

Der interessierte Gast wird im Schaudepot Zehntscheune auf eine Entdeckungsreise in die Klostergeschichte eingeladen. Durch den bewussten Verzicht von Beschriftungen der Exponate soll der Entdeckergeist angeregt und bewusst Raum für eigene Assoziationen geschaffen werden. Zum ersten Mal können nun Lorscher Grabungsobjekte, die zuvor an verschiedenen Orten aufbewahrt oder ausgestellt wurden, dauerhaft an ihrem Fundort besichtigt werden. Diese Objekte dokumentieren eindrucksvolle Funde aus 200 Jahren Grabungsgeschichte.

Besichtigungen des Schaudepots sind nur in Begleitung eines Gästeführers möglich. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Hier können Sie den Infoflyer herunterladen.

Lorscher Kräutergarten

Kräutergarten zum Lorscher Arzneibuch

Das Lorscher Arzneibuch (2013 ins UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen) steht für den Beginn der modernen Medizin in der westlichen Welt. Der große, neu angelegte Kräutergarten liegt hinter der Zehntscheune. Hier findet man ausschließlich Medizinal- und Heilpflanzen, wie sie im Lorscher Arzneibuch vorkommen.

Pfingstrosen in Lorsch

Pfingstrosengarten

Von der Wildform bis zu hochkultivierten Züchtungen aus der ganzen Welt sind hier Beispiele aus der Familie der Pfingstrose versammelt. Der Lehrgarten widmet sich damit einer bis heute bedeutenden Heilpflanze aus dem Lorscher Arzneibuch.

Hier können Sie den Flyer zum Pfingstrosengarten herunterladen.

gefüllte Tabakscheune
gefüllte Tabakscheune

Kulturachse

Die Kulturachse verbindet das Kloster Altenmünster mit dem Klosterhügel. Später soll dort außer dem bereits bestellten Tabakfeld ein Museum der Kulturlandschaft in der Tabakscheune entstehen. Alte Kulturpflanzen und ein beschilderter Lehrpfad werden den Weg von der Natur- zur Kulturlandschaft vermitteln.

Tabakanbau in Lorsch

Tabakscheune

Ein eindrucksvolles Zeugnis aus der Zeit des Lorscher Tabakanbaus. Die hohe, schlanke Scheune diente dem Trocknen der Tabakblätter und wurden von Bauern gemeinschaftlich genutzt. Die einzelnen Luftklappen konnten je nach Witterung geöffnet und geschlossen werden.

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