• Footprints auf dem Klostergelände © Hanns Joosten
  • Historische Ansicht von Lorsch
  • Königshalle mit Besuchern © Stadt Lorsch
  • Auszug aus dem Lorscher Evangeliar
  • Klosterhügel
  • Auszug aus dem Lorscher Evangeliar (Evangelist Johannes),  © Bibliotheca Apostolica Vaticana (2014)
  • Wegachsen im Welterbe Areal Kloster Lorsch © Hanns Joosten
  • Museumszentrum MUZ Lorsch
  • Auszug aus dem Lorscher Evangeliar
  • Freilichtlabor Lauresham mit Besuchern
  • Kräutergarten © Stadt Lorsch
  • Architekturbezug im Welterbe Areal Kloster Lorsch © Hanns Joosten
  • Auszug aus dem Lorscher Evangeliar (Evangelist Johannes), © Bibliotheca Apostolica Vaticana (2014)
  • Klosterhügel Lorsch
  • Auszug aus dem Lorscher Evangeliar
  • Klosterhügel Lorsch
  • Auszug aus dem Lorscher Evangeliar
  • Detail im Museumszentrum MUZ Lorsch

Digitale Pressemappe

Hier können Sie die aktuelle Pressemappe des Welterbe Areals Kloster Lorsch bequem als PDF-Dateien herunterladen.

Digitale Pressemappe Welterbe Areal Kloster Lorsch

Bildarchiv

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Aktuelle Pressemitteilungen

Blick nach Lauresham
Bauskulptur
Klosterhügel mit Footprints/Klosterhügel nach Osten
Königshalle Ostfassade/Architekturbezug des Klostergeländes zur Stadt

24.11.2015

Ein Jahr Welterbe Areal Kloster Lorsch

Rückblick 2014/15 und Ausblick 2016

LORSCH. Im Juli vergangenen Jahres wurde nach dreijähriger Bautätigkeit das UNESCO Weltkulturerbe Kloster Lorsch als Welterbe Areal Kloster Lorsch neu eröffnet. Auf 25 Hektar verbindet seitdem ein etwa 2,5 Kilometer langer Rundweg alte und neue Stationen rund um das Gelände der ehemaligen Reichsabtei Karls des Großen. Die Bereiche der ersten Klostergründung Altenmünster und der karolingischen Abtei mit der berühmten Lorscher Königshalle wurden damit landschaftsarchitektonisch herausgehoben und durch Sicht- und Wegeachsen miteinander verbunden.

Neu hinzu war im September 2014 das etwa 4 Hektar große Freilichtlabor Lauresham gekommen. Diese in der Struktur eines karolingischen Herrenhofes aufgebaute Forschungsstation untersucht das Leben der Menschen im frühen Mittelalter mit Mitteln der Experimentalarchäologie. Damit ist das Freilichtlabor Lauresham in Europa einzigartig und entwickelte sich 2015 zum Besuchermagneten.

Ergänzt wurde das Welterbe Areal Kloster Lorsch im Sommer 2015 durch das neu errichtete Besucherinformationszentrum (BIZ). Neben seiner Rolle als Zugang zum Freilichtlabor Lauresham, soll das BIZ ab 2016 auch die Museumspädagogik der Welterbestätte beheimaten. Schließlich wurde das Schaudepot Zehntscheune, rechts bei der Königshalle gelegen, im September dieses Jahres eröffnet. Erstmals werden damit herausragende Zeugnisse aus 150 Jahren archäologischer Grabungsgeschichte und Bauforschung am Kloster Lorsch präsentiert.

Zudem wurde die Besucherführung im Welterbe Areal zum Abschluss gebracht. So ist mittlerweile die Ausschilderung im gesamten Welterbe Areal Kloster Lorsch komplettiert. Außerdem wurde der Zugangsweg zum Freilichtlabor Lauresham erneuert und mit Beleuchtung versehen. Mit Erfolg an den Start ging 2015 auch die „Welterbe-Fahrradflotte“, was Besuchern mit Eintrittskarte die kostenfreie Ausleihe eines Fahrrades ermöglicht. Ebenfalls bei einem Ticketkauf werden Besuchern sogenannte „Sonderwertmünzen“ ausgehändigt, die in ausgewählten Geschäften in der Lorscher Innenstadt einlösbar sind. Mit einer ausschließlich der Lorscher Welterbestätte und dem Welterbe Areal Kloster Lorsch gewidmeten Ausgabe des Besuchermagazins „Sehens Werte“, widmete die Verwaltung der Schlösser und Gärten Hessen 2015 dem Welterbe Areal Kloster Lorsch eine umfangreiche Publikation.

Besuchermagnet

Obwohl sich das Welterbe Areal Kloster Lorsch 2015 noch im Ausbau befand, verzeichnete es schon im ersten Jahr nach seiner Eröffnung einen deutlich angestiegenen Besucherstrom. Im Welterbe Areal Kloster Lorsch stieg die Besucherzahlen um über ein Drittel im ersten Jahr nach der Neueröffnung im Vergleich zur vorher. Besonders die monatlichen Themenwochenenden vom frühmittelalterlichen Handwerk bis zur Imkerei, die in diesem Jahr im Freilichtlabor Lauresham angeboten wurden, stießen auf eine große Resonanz. Freuen konnte man sich im Welterbe Areal Kloster Lorsch in diesem Jahr auch über den Deutschen Landschaftsarchitekturpreis 2015, der im September in Berlin dem ausführenden Gestaltungsbüro TOPOTEK 1 Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mBH verliehen wurde.

Ausblick 2016

Im kommenden Jahr will man an dieser guten Bilanz weiter arbeiten und die Angebote erweitern. Eine wichtige Rolle wird dabei die in der Vergangenheit schon von der UNESCO ausgezeichnete Museumspädagogik spielen. In den neuen Räumen in unmittelbarer Nachbarschaft zum karolingischen Herrenhof, wird man dann nicht nur in den Ferien, sondern auch als buchbare Programme für Schulen und private Gruppen ein spannendes Programm anbieten können. Ein Schwerpunkt wird auch 2016 auf der experimentalarchäologischen Forschung im Freilichtlabor Lauresham liegen. Die Reihe der besonderen Publikumstage mit Themen rund um das Leben der frühmittelalterlichen Menschen wird hier ebenfalls eine Neuauflage erleben. In der Zehntscheune hofft man ebenfalls, mit der neuen Reisesaison das Führungsangebot ausbauen zu können.

Auch die Welterbefahrrad-Flotte soll stärker genutzt werden, indem Touren in Zusammenhang mit dem Welterbe Areal Kloster Lorsch ausgearbeitet und angeboten werden. Der Platz vor der Königshalle wird nach Ende der derzeitigen archäologischen Grabungen rund um das Gebäude im Herbst 2016 ebenfalls überarbeitet und erneuert.

Schließlich feiert die Lorscher Welterbestätte 2016 das 25. Jubiläum ihrer Aufnahme in die UNESCO-Familie. Nicht nur am Welterbetag am 5. Juni sind deshalb besondere Veranstaltungen in diesem Zusammenhang zu erwarten.

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Die Bilder "Königshalle Ostfassade/Architekturbezug des Klostergeländes zur Stadt © Hanns Joosten" und "Klosterhügel nach Osten/Klosterhügel mit Footprints, © Hanns Joosten" können per E-Mail angefragt werden.

Flyer zum Themenwochenendetag Jagd (Klick zum Download als PDF)

21.10.2015

Großer Saisonabschluss in Lauresham

Freilichtlabor Lauresham lädt am 31.10. und 1.11. zu einem besonderen Saisonabschluss-Wochenende ein: „Lauresham bei Nacht“ und Mitmachaktionen für die ganze Familie

LORSCH. Das karolingische Freilichtlabor Lauresham im Welterbe Areal Kloster Lorsch lädt am letzten Wochenende vor der Winterpause zu einem ganz besonderen Saisonabschluss für die ganze Familie ein. Unter Motto „Lauresham bei Nacht“ können Besucher am Samstagabend, 31.10., von 18 bis 20 Uhr (Einlass), das Gelände des karolingischen Herrenhofs auf eine nie zuvor dagewesene Weise erleben. Im Fackelschein begeben sich die Gäste auf eine faszinierende, eineinhalbstündige Reise durch das nächtliche Lauresham. Während der stündlich stattfindenden Führungen erfahren die Besucher hautnah, wie die Menschen des Frühmittelalters die Nacht erlebten, wie sie sich auf den Winter vorbereitet haben, was mit den Tieren in dieser Zeit geschah und vieles Spannende rund um das winterliche Leben im Mittelalter mehr. Die letzte Führung (1,5 Stunden) findet um 20 Uhr statt. Veranstaltungsende ist gegen 21.30 Uhr.

Am darauffolgenden Sonntag, 1.11., 11 bis 17 Uhr, wird das Freilichtlabor dann ein letztes Mal in diesem Jahr auch ohne Führung zugänglich sein. An diesem Tag dreht sich alles rund um die Wintervorbereitung in Lauresham. So können Interessierte noch einmal die beiden Ochsen David und Darius bei der Arbeit erleben oder den Mitgliedern der Living History Community über die Schulter schauen, wenn sie die Häuser des Herrenhofes winterfest machen. Zahlreiche museumspädagogische Mitmachaktionen für Kinder und die ganze Familie runden dieses finale Erlebniswochenende in Lauresham ab. Der Eintritt in das Freilichtlabor Lauresham kostet 7 EUR, ermäßigt 5 EUR pro Person.

Familien mit bis zu vier Kindern erhalten einen Sonderpreis von 16,50 EUR pro Tag.

Gute Nachricht für alle Lauresham-Fans: Aufgrund der großen Nachfrage wird das Freilichtlabor Lauresham für angemeldete Gruppen auf besondere Anfrage in der Winterpause von November bis Ostern im Rahmen von Führungen zugänglich sein.

Hinweis: Hunde dürfen mit Rücksicht auf die in Lauresham lebenden Nutztiere leider nicht mitgebracht werden.

Das Programm sowie alle weiteren Informationen finden Sie auch unter:

www.kloster-lorsch.de
www.welterbe-areal-kloster-lorsch.de
www.facebook.com/welterbearealklosterlorsch

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Plakat zum Themenwochenendetag Jagd (Klick zum Download als PDF)

Von Jägern, Falknern und dem Wild: Die Jagd im Mittelalter

Im Freilichtlabor Lauresham beleuchtet man 10. und 11. Oktober das Thema der Jagd

LORSCH. Das ganze Mittelalter über hatte die Jagd eine hohe gesellschaftliche Bedeutung: Insbesondere für die Oberschicht stellte das Privileg des Jagens ein wichtiges Statussymbol dar. Am Wochenende des 10. und 11. Oktober will man deshalb im Freilichtlabor Lauresham den Besuchern allerlei Wissenswertes und Spannendes zu diesem Thema näherbringen. Wie wurde im Frühmittelalter die Jagd auf Großwild wie Auerochse, Wisent oder Rothirsch durchgeführt? Welche Jagdwaffen gab es, wie wurden sie hergestellt und wie haben sich diese über die Jahrhunderte verändert? Auch jagte man Niederwild mit Vögeln: Welche Vögel wurden in der Karolingerzeit für die Beizjagd eingesetzt? Schließlich: Wie wurden die getöteten Tiere zerlegt? – Fragen wie diese, die Antworten darauf und Aspekte rund um das Thema, werden an dem Themenwochenende im Freilichtlabor Lauresham beantwortet, erläutert und demonstriert.

An beiden Tagen wird der Schmied und Archäotechniker Frank Trommer aus Blaubeuren mit seinem Team unsere Lauresham-Schmiede beleben und die Gäste auf eine lebendige Reise durch die Geschichte der Jagdwaffen mitnehmen. Mehrere Vertreter der Living History Community werden auch wieder eines der Häuser in Lauresham zum Leben erwecken. Hier geht es um die Alltagskultur und speziell um Techniken der Nahrungszubereitung im frühen Mittelalter.

Am Samstag, 10. Oktober von 10 – 16 Uhr, gibt es stündlich spezifische Themenführungen zum Thema Jagd (Besuch samstags nur in geführten Gruppen ab zwei Personen). Am Sonntag, dem 11. Oktober von 10 – 17 Uhr, ist das Freilichtlabor auch ohne Führung zugänglich. Ebenfalls am Sonntag gibt es wieder museumspädagogische Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene.

Besondere Programmpunkte am Sonntag:
  • 11 Uhr: Zerlegen von Wildbret (mit praktischen Demonstrationen)
  • 12, 14 und 16 Uhr: Die Kunst des Bogenschießens und deren Veränderung über die Jahrhunderte (mit praktischen Demonstrationen)
  • 15 Uhr: Greifvogelvorführung mit Vortrag durch Falkner Berthold Geis

Der Eintritt kostet 7 EUR (ermäßigt 5 EUR) pro Person; ein vergünstigtes Wochenendticket für beide Tage kostet 11 EUR (ermäßigt 7 EUR) pro Person. Familien mit bis zu vier Kindern erhalten einen Sonderpreis von 16,50 EUR pro Tag. Inhaber einer Jahreskarte können auch an den samstäglichen Themenführungen kostenlos teilnehmen.

Pressekontakt Welterbe Areal Kloster Lorsch

Silke Günnewig, c/o projekt2508, Riesstraße 10, 53113 Bonn, presse@DontReadMeprojekt2508.de, Tel. +49 (0)228-184967-24

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Saisonschluss in Lauresham am 31. Oktober und 1. November, täglich 11 - 17 Uhr statt.

Das Programm sowie alle weiteren Informationen finden Sie unter:

www.kloster-lorsch.de
www.welterbe-areal-kloster-lorsch.de
www.facebook.com/welterbearealklosterlorsch

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Plakat zum Thementag Wolf (Klick zum Download als PDF)

Der Wolf – großer Thementag im Freilichtlabor Lauresham

Im Freilichtlabor Lauresham dreht sich am Sonntag, 27. September, alles um das meistverfolgte Wildtier des Mittelalters und seine Wiederkehr in unsere Wälder
Spannende Vorführungen, Vorträge und Mitmachaktionen für die ganze Familie

LORSCH. Im Mittelalter gehörte der Wolf zu einem der am stärksten verfolgten Wildtiere in Europa. Als dämonisierter Beutegreifer wurde der Wolf gejagt, getötet und nahezu ausgerottet. Nachdem der Wolf fast einhundert Jahre aus Deutschland verschwunden war, kehrt er nun als streng geschützte Art wieder in seine einstige Heimat zurück.

Daher widmet das Freilichtlabor Lauresham am 27. September, von 10 Uhr bis 17 Uhr,  einen ganzen Thementag diesem faszinierenden Wildtier. Dabei erfahren die Besucher allerhand Wissenswertes über den Wolf im Mittelalter und seine Rückkehr nach Deutschland im 21. Jahrhundert. So erklärt etwa ein Schmied anschaulich, wie und mit welchen Waffen Wölfe im Mittelalter gejagt wurden. Außerdem werden besondere Leihgaben der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen präsentiert, darunter ein vollständiges Wolfsskelett. Um 12 Uhr informiert die Naturwissenschaftlerin Sabine Knapp in ihrem Vortrag über die „Rückkehr der Wölfe in Deutschland“. Im „Wolfsgespräch“ um 14 Uhr diskutieren u.a. Eckhard Fuhr (Journalist,  Buchautor und Jäger), Alexander Gebhardt (Gesellschaft zum Schutz der Wölfe, NABU Wolfsbotschafter) und Dieter Kunath (Bio-Demeter-Landwirt sowie Herdenschutzhund-Züchter) über die aktuelle Lage – mit anschließender Fragerunde.

Zahlreiche Informationsstände auf dem Gelände, darunter der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. oder auch die Buchhandlung am Kloster, vertiefen das Thema.

Verschiedene museumspädagogische Mitmachaktionen laden besonders die kleineren Besucher ein, die zahlreichen Geschichten, die sich um den Wolf ranken, auf spannende Weise zu erfahren. Für Kinder (6-11 Jahre) fordert die spielerische Erzähl-Werkstatt unter dem Titel „ Der Wolf ist tot, der Wolf ist tot! – Wolfsgeschichten neu erzählt“, zum kreativen Geschichtenerzählen auf: Zuhören – mitmachen – erfinden – selbst erzählen lautet hier die Devise (Termine: 11 Uhr, 13 Uhr, 15 Uhr, Voranmeldung: info@DontReadMekloster-lorsch.de). Darüber hinaus gibt es ganztägig museumspädagogische Aktionen zum Thema „Spielen wie im Mittelalter“, bei denen natürlich der Wolf im Mittelpunkt steht. 

Der Eintritt in das Freilichtlabor Lauresham kostet 7 EUR, ermäßigt 5 EUR pro Person.
Familien bis zu vier Kinder erhalten einen Sonderpreis von 16,50 EUR pro Tag.

Zum Auftakt wird Claus Kropp, Leiter des Freilichtlabors Lauresham, bereits am Vorabend, Samstag, 26. September, mit seinem Vortrag „Der Wolf – Bedeutung und Verfolgung im Mittelalter“ auf den Thementag einstimmen. Veranstaltungsort: Lorsch, Altes Rathaus, Nibelungensaal, 19 Uhr. Eintritt frei. 

Schon jetzt vormerken:
10. und 11. Oktober – Themenwochenende „Jagd“

Hinweis: Hunde dürfen mit Rücksicht auf die in Lauresham lebenden Nutztiere leider nicht mitgebracht werden.

Weitere Informationen unter:
www.kloster-lorsch.de  | www.welterbe-areal-kloster-lorsch.de | www.facebook.com/welterbearealklosterlorsch

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Der Leiter der Welterbestätte Lorsch, Dr. Hermann Schefers, erläutert Kunst- und Kulturminister Boris Rhein den so genannten Sarkophag König Ludwigs des Deutschen aus dem 9. Jahrhundert. © kunst.hessen.de

Tag des offenen Denkmals

Zehntscheune des Klosters Lorsch öffnet ihre Pforten als Schaudepot

Wiesbaden. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein informierte heute über den „Tag des offenen Denkmals“, der am kommenden Sonntag zum 22. Mal in ganz Deutschland und zum 25. Mal in Hessen stattfindet. In diesem Jahr präsentieren sich rund 500 hessische Denkmale unter dem Motto „Handwerk, Technik, Industrie“. Gleichzeitig eröffnete er die zum Schaudepot umgebaute Zehntscheune des Klosters Lorsch, die Besucherinnen und Besucher ab dem 13. September besichtigen können.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Mit der Eröffnung der Zehntscheune ist die Umgestaltung des Welterbe Areals Kloster Lorsch nun komplett. Zum ersten Mal können die Lorscher Grabungsobjekte, die bisher an verschiedenen Orten aufbewahrt oder ausgestellt wurden, dauerhaft an ihrem originalen Fundort besichtigt werden. Der Wissensspeicher ist also nicht mehr und nicht weniger als ein herausragendes neues Museum der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen. Dafür hat das Land viel Geld in die Hand genommen, nämlich gut 1,2 Millionen Euro, hinzukommen knapp 600.000 Euro vom Bund.“

Der Umbau der Zehntscheune zum Wissensspeicher ist eines von insgesamt sechs Teilprojekten der Umgestaltung des UNESCO-Welterbes Kloster Lorsch, die das Investitionsprogramm nationale Welterbestätten seit 2009 schrittweise verwirklicht hat. Auf diese Weise haben Land, Bund und die Stadt Lorsch insgesamt rund 12,5 Millionen Euro aufgewendet, um eine der bedeutendsten Klosteranlagen des Abendlandes wieder erlebbar zu machen.

„Im Mittelpunkt des Mottos ‚Handwerk, Technik, Industrie‘ steht der Mensch“, sagte Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen. Schon seit jeher habe er sich durch die Errichtung von Gebäuden und Siedlungen vor Feinden und Witterungsverhältnissen geschützt. Er habe Geräte entwickelt, um sich das Leben durch immer weiter verfeinerte Errungenschaften zu erleichtern. Industriedenkmäler zeugen - so Harzenetter - von komplexen technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen: „Eine der wichtigsten Aufgaben ist es heute, mit unseren Ressourcen – und dazu gehören auch die baukulturellen - schonend umzugehen und Lösungen zu entwickeln, die die nächsten Generationen mitbedenken. “

Eines der bekanntesten Exponate der Zehntscheune ist zweifellos der so genannte Sarkophag König Ludwigs des Deutschen aus dem 9. Jahrhundert, dessen Relief an den Fassadenschmuck der Tor- oder Königshalle erinnert – und dessen Bild Generationen von Schülern aus ihren Geschichtsbüchern vor Augen stehen dürfte.

Der Tag des Offenen Denkmals in Deutschland zählt zu den European Heritage Days, die seit 1991 auf Initiative des Europarates begründet und seither jedes Jahr europaweit durchgeführt werden. Das Ziel dieser Tage ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Deshalb sind dann auch viele historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise für das Publikum zugänglich sind, geöffnet.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Wir haben die Aufgabe, unsere Kulturdenkmale als unser historisches Erbe zu schützen und für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Die Denkmale sind Quellen und Zeugnisse unserer Geschichte und Entwicklung, mehr noch – sie sind identitätsstiftend für alle Hessinnen und Hessen. Damit unser schützenswertes Kulturgut auch für die Zukunft erhalten werden kann, stellt die Landesregierung für die Denkmalpflege in diesem Jahr rund acht Millionen Euro zur Verfügung.“

Diese Gelder erhalten die Eigentümer denkmalgeschützter Gebäude als Zuschüsse für notwendige Sanierungen. Darüber hinaus investiert das Land zusätzlich in den Erhalt seiner eigenen historischen Liegenschaften: rund 50 Burgen, Schlösser und Parks wie beispielsweise das einzigartige Rokokoschloss Wilhelmsthal in Kassel-Calden.
Insgesamt sind in Hessen rund 60.000 Einzeldenkmäler registriert, dazu kommen etwa 3.000 Gesamtanlagen.

Eine Liste aller am „Tag des offenen Denkmals“ geöffneten Denkmale in Hessen sowie die Öffnungs- und Führungszeiten, gegliedert in Städte, Landkreise und Regierungsbezirke, finden Sie unter: http://lfdh.db.rjm.de/Tag_des_offenen_Denkmals/

Weitere Informationen zum „Tag des offenen Denkmals“ finden Sie unter: http://www.denkmalpflege-hessen.de/Tag_des_offenen_Denkmals/tag_des_offenen_denkmals.html

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: Mark Kohlbecher
Pressestelle: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Telefon: +49 611 32 32 30
Telefax: +49 611 32 32 99
E-Mail: pressestelle@DontReadMehmwk.hessen.de

Schaudepot Wissenspeicher Zehntscheune

Am Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 13. September, sind alle interessierten Besucher von 12.30 bis 17.00 Uhr eingeladen, das neu eröffnete Schaudepot Wissensspeicher Zehntscheune im Welterbe Areal Kloster Lorsch zu besichtigen.

Wein und Obst © Stadt Lorsch
Fässer am Weingarten © Stadt Lorsch

31.08.2015

Am Ende des Sommers: Themenwochenende Wein und Obst im Karolingischen Freilichtlabor Lauresham

Am 5. und 6. September steht das Karolingische Freilichtlabor Lauresham ganz im Zeichen von Früchten und deren Verarbeitung. Wein- und Obstfest verschoben

LORSCH. Welche Früchte baute man im frühen Mittelalter an? Welche Wildobstsorten zählten zum festen Nahrungsplan der Menschen zur Karolingerzeit ? Wie waren die Verarbeitungsmethoden, wie die Konservierungsmöglichkeiten angesichts des nahenden Winters? – Zum Thema Wein kann man im Freilichtlabor Lauresham auf einen jungen, noch nicht tragenden Weingarten verweisen. Daneben gibt es in Lauresham eine Keltereinrichtung mit Holzfässern, die der Gewinnung und der Lagerung von Wein dienen sollen. Wissen wird auch vermittelt bezüglich alter Rebsorten, der damaligen Reberziehungsformen sowie über den Nachweis und das Aussehen frühmittelalterlicher Kelteranlagen.

An beiden Wochenendtagen wird interessierten Gästen viel Wissenswertes anschaulich durch stündliche Führungen vermittelt. Diese Führungen beginnen immer zur vollen Stunde von 10 - 16 Uhr und dauern ca. 90 Minuten. Das ursprünglich geplante Wein- und Obstfest am Samstag und Sonntag (5./6. September) kam leider aus organisatorischen Gründen in der geplanten Form nicht zustande und muss verschoben werden. Der Eintritt kostet 7 EUR, ermäßigt 5 EUR pro Person. Familien mit bis zu vier Kindern erhalten einen Sonderpreis von 16,50 EUR pro Tag. Inhaber einer Jahreskarte (35 € für alle Themenwochenenden 2015) können die Themenführungen an diesem Wochenende kostenlos besuchen.

Schon jetzt vormerken:
Der nächste Thementag findet am 27. September statt. Dann dreht sich alles um den Wolf. Bereits am 26. September wird Claus Kropp, der Leiter des Freilichtlabors, einen Vortrag über Wölfe und deren Verfolgung im Mittelalter halten. Veranstaltungsort ist der Nibelungensaal im Alten Rathaus von Lorsch; Vortragsbeginn 19.00 Uhr.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.kloster-lorsch.de
www.welterbe-areal-kloster-lorsch.de
www.facebook.com/welterbearealklosterlorsch

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Plakat zum Themenwochenende "Holz" am 22. ud 23. August 2015

14.08.2015

Aus Holz gebaut – Themenwochende im Freilichtlabor Lauresham

Großes Themenwochenende rund ums Holz im Freilichtlabor Lauresham, 22./23. August
Spannende Führungen und Mitmachaktionen für die ganze Familie

LORSCH. Holz war im Frühmittelalter der wichtigste Baustoff. Wie vielfältig dieser Rohstoff früher im Hausbau und Handwerk eingesetzt wurde, erfahren interessierte Besucher beim großen Holz-Themenwochenende am 22. und 23. August im Karolingischen Freilichtlabor Lauresham des Welterbe Areal Kloster Lorsch. Auf dem Gelände gibt es mit den verschiedenen rekonstruierten Holzhäusern – darunter Ständerbauten und Grubenhäuser – viel Spanendes und Wissenswertes über die Holzbautechnik aus der Zeit des frühen Mittelalters zu erfahren. Aber nicht nur beim Hausbau kam der vielseitige Roh- und Werkstoff zum Einsatz, auch Werkzeuge und Küchengeschirr wurden aus Holz gefertigt.

Am Samstag, 22.8., werden stündlich ab 10 Uhr spezifische Führungen zum Thema Holz und am Sonntag, 23.8., museumspädagogische Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene angeboten. So erfahren die Besucher etwa, mit welchen speziellen Geräten das Holz damals bearbeitet wurde, können einer Drechslerin bei der Arbeit oder den beiden Ochsen „David“ und „Darius“ beim Holzrücken zuschauen. Am Sonntag wird das Freilichtlabor auch ohne Führung zugänglich sein.

Der Eintritt kostet 7 EUR, ermäßigt 5 EUR pro Person, ein vergünstigtes Wochenendticket für beide Tage kostet 11 EUR, ermäßigt 7 EUR pro Person. Familien bis zu vier Kinder erhalten einen Sonderpreis von 16,50 EUR pro Tag. Ein Jahresticket für alle Themenwochenenden 2015 ist für 35 EUR pro Person erhältlich.

Schon jetzt vormerken:
Großes Wein- und Obstfest in Lauresham, 5. und 6. September 2015, jeweils 10 bis 17 Uhr

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Weitere Informationen unter:

www.kloster-lorsch.de
www.welterbe-areal-kloster-lorsch.de
www.facebook.com/welterbearealklosterlorsch

Hinweis: Hunde dürfen mit Rücksicht auf die in Lauresham lebenden Nutztiere leider nicht mitgebracht werden.

Kinder lernen das Klosterleben spielerisch kennen (© Stadt Lorsch)

10.08.2015

Sommerferien-Angebot: Familienführung mit Workshop im Freilichtlabor Lauresham

„Allerlei Spielerei – Spiel und Zeitvertreib im Mittelalter“

LORSCH. Am Sonntag, dem 16. August 2015, 14.00 – 17.00 Uhr, ist es wieder soweit: Geschichtlich interessierte Kinder, ihre Eltern und Großeltern sind herzlich willkommen zum Sommerferien-Angebot der Lorscher Museumspädagogik: Wir erwarten Sie zu einer informativen Familienführung mit anschließendem Workshop im Archäologischen Freilichtlabor Lauresham.
Bei einer Führung durch den karolingischen Herrenhof erhält man einen guten Einblick in die Lebensumstände der Menschen vor 1200 Jahren. Viel Zeit und Mühe wurde für die verschiedenen Arbeiten aufgewendet: in der Landwirtschaft, in der Schmiede, im Webhaus, etc. Fanden die Menschen, ob groß ob klein, damals überhaupt Zeit gesellig zu sein? Bei Ausgrabungen gefundene Spiele und Spielzeuge zeigen, dass Spiel und Spaß durchaus ihren Platz im Alltag der Menschen hatten. Im Workshop können dann einige Spielsachen ausprobiert werden und beim Herstellen eines Reisespiels im Lederbeutel ist handwerkliches und kreatives Geschick gefragt.

Sie haben am 16. August keine Zeit? Kein Problem, am 30. August, finde jeweils zur gleichen Uhrzeit die nächsten Familienworkshops in Lauresham statt:. Dann unter dem Motto „Kugeltopf und Tüllenkanne - kleine Töpfereien“.
Oder kommen Sie doch am 22. und 23.8.2015 zu unserem Lauresham-Themenwochenende. Diesmal dreht sich alles um den Werkstoff Holz, seine Nutzung und Verarbeitung: Erleben Sie die Vielfalt des mittelalterlichen Hausbaus und Holzhandwerks, schauen Sie einer Drechslerin bei ihrer Arbeit über die Schultern oder den beiden Ochsen David und Darius beim Holzrücken zu.

Anmeldung erwünscht: Die Anmeldung für die Familienführung/den Workshop ist sowohl telefonisch (MO bis FR 06251-51446), als auch per E-Mail (info@kloster-lorsch.de) möglich. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, denken Sie bitte an Ihre frühzeitige Anmeldung. Mindestalter: 6 Jahre.

Kosten: Mit einer Familienkarte (16,50 €) können zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder am Workshop-Programm teilnehmen. Für Material erheben wir einen Materialkostenanteil von   2,50  €/ Teilnehmer. Weitere Preise finden Sie unter www.kloster-lorsch.de.

Treffpunkt: Eingang des Besucherinformationszentrums, Im Klosterfeld 12-16, 64653

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Pressebild zum Download [JPG, 1.7 MB, "Kinder lernen das Klosterleben spielerisch kennen © Stadt Lorsch"]

Weitere Informationen unter:

www.kloster-lorsch.de
www.welterbe-areal-kloster-lorsch.de
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Pressekontakt Welterbe Areal Kloster Lorsch

Silke Günnewig
c/o projekt2508
Riesstraße 10
53113 Bonn
Tel. +49 (0)228-184967-24
presse@DontReadMeprojekt2508.de
www.welterbe-areal-kloster-lorsch.de

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